Nachwuchstalent sammelt Erfahrungen bei den Großen

von Frank
Zugriffe: 1605

Nick Hertel gilt als der kommende Mann in seinem Verein. Der 15-Jährige schlug beim TC Plauen Cup am Wochenende sogar bei den Erwachsenen auf. Welche Entwicklung er hinter sich hat und was von ihm noch erwartet wird.

Der Tennissport ist seine große Leidenschaft und das von Kindesbeinen an. Der Plauener Nick Hertel vom TC Plauen nimmt

seit seinem vierten Lebensjahr regelmäßig den Tennisschläger in die Hand, mit dem Ziel, sich stetig zu verbessern. „Am liebsten würde ich jeden Tag Tennis spielen“sagt er.

Um von den Großen zu lernen, trainiert er zusätzlich zum Jugendtraining ab und zu bei den Herren mit. „Von ihnen lerne ich sehr viel und bekomme viele Tipps, wie ich mich verbessern kann. Das bringt mich in meiner Entwicklung schneller weiter“, sagt Nick Hertel. Seinem Ehrgeiz ist es zu verdanken, dass er bei Punktspielen in der Herrenmannschaft des TC Plauen mit aushelfen darf, wenn einer der Männer mal ausfällt. Auch die Willensstärke zeichnet den jungen Mann aus, der von Mitgliedern den TC als „Shootingstar des Vereins“ bezeichnet wird. Und das ist nicht nur so daher gesagt. Denn sein langjähriger Trainer Sebastian Matthes, der Nick Hertel bis 2016 ganze zehn Jahre lang trainierte, betont: „Das hat sich Nick alles selbst erarbeitet. Er kam zu jeder Trainingsstunde, er hat nie gefehlt und war deshalb schon bei den Kindern sehr erfolgreich.“ Dass er bei den Erwachsenen mithalten kann, wurde schon letztes Jahr beim TC Plauen Cup deutlich. „Dort hat er das erste Mal bei einem Erwachsenenturnier mitgespielt und gemerkt, dass er die Älteren ärgern kann. Das hat ihn noch mehr motiviert und das Selbstbewusstsein gestärkt“, so Sebastian Matthes, der das Nachwuchstalent perspektivisch als einen der besten Spieler im Verein sieht. „Ich erwarte aber auch, das er trotz Erfolgen die Leistung der schlechteren Gegner akzeptiert und nicht abhebt.“ Beim Erwachsenen-Turnier TC Plauen Cup am vergangenen Wochenende stand Nick Hertel wieder auf dem Tennisplatz. Im Achtelfinale des zweiten Hauptfeldes kam es dann zum Duell zwischen Nick Hertel und seinen ehemaligen Lehrmeister. Auch wenn Sebastian Matthes mit zwei zu null Sätzen gegen seinen ehemaligen Schützling gewann, sagt Nick Hertel: „Das ich bei solchen Männerturnieren mithalten kann, hab ich Sebastian zu verdanken. Er hat mich dahin gebracht wo ich heute stehe.“ Auch seine Ziele definiert der junge Plauener ganz klar: „Ich will später mal Vereinsmeister bei den Herren werden und so viele Pokale wie möglich gewinnen.“

Insgesamt standen beim TC Plauen Cup von Freitag bis Sonntag 42 Teilnehmer auf den Tennisplätzen am Wolfsbergweg. Die Akteure wurden in zwei Startfelder aufgeteilt. Im ersten Feld schlugen die 16 Ältesten, Jahrgang 1947 bis 1970, auf - im zweiten Feld alle Jüngeren. Gespielt wurde im KO-System. Die Spieler, die ihre ersten Spiele verloren hatten, durften in einer Nebenrunde weiter spielen. So wurden jedem Teilnehmer mindestens zwei Partien garantiert. In der Tabelle des zweiten Starterfeldes schaffte es von den Plauener Teilnehmern Sebastian Matthes bis ins Halbfinale, dort musste er sich 0:6 und 1:6 den Favoriten Marcel Somogyi von der Uni-Sportgemeinschaft Chemnitz geschlagen geben, der auch das Endspiel für sich entschied. Bei den älteren Teilnehmer verloren die TC Plauen-Spieler Ralf Baumgärtel und Fank Beckert ebenfalls ihre Halbfinal-Spiele. Baumgärtel unterlag nach eins zu eins in Sätzen Matthias Graf vom Tennisclub Erfurt im Tie-Break mit 5:10. Frank Beckert verlor ebenfalls in Tie-Break mit 11:13 gegen Holger Kraus vom TC Hassloch aus er Pfalz, der auch das Endspiel gewann.

 

Autor und Foto: Christian Schubert